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Donnerstag, 17. April 2014

Review

in Stade, Deutschland
Ich bin nun seit Freitag dem 11.04.2014 wieder zu Hause. Die Reise war ziemlich anstrengend, insgesamt waren wir 32 Stunden unterwegs! Davon ca. 18 Stunden Flug, 6 Stunden Fahrt vom Flughafen nach Hause und 8 Stunden Wartezeit, Einchecken und Gepäck abholen. Ich war also wirklich sehr glücklich, als ich endlich zu Hause war und mich ausruhen konnte. Am Samstag gab es sogar noch eine Überraschung für uns, alle unsere Freunde standen zum Willkommensgrillen vor der Tür, nachdem sie mir vorher ständig abgesagt hatten (ich war schon ganz enttäuscht gewesen:(:D). So hab ich mich dann aber wirklich sehr gefreut!:) Es war ein toller Abend, auf diesem Wege noch mal danke an alle dafür!:)
So langsam bin ich nun auch wieder richtig zu Hause angekommen, am Anfang hat es sich noch ein bisschen komisch angeführt.. jetzt ist es aber einfach nur noch schön wieder hier zu sein. Ein paar Dinge haben sich verändert, im Großen und Ganzen ist aber alles noch so wie vor 7 Monaten:)

Jaa und wie war es in Australien nun?
Ich könnte jetzt "schön" schreiben, aber das würde es irgendwie nicht auf den Punkt bringen..
Es hat mir gefallen, das auf jeden Fall, aber es gab auch Momente, wo ich am liebsten nach Hause geflogen wäre, gerade, wenn es Probleme gab oder es einfach nicht gut lief. Zum Beispiel, bei über einem Monat Jobsuche in Melbourne, oder der Autoverkauf in Perth.. wäre ich ganz alleine gewesen, hätte ich vermutlich auch irgendwann aufgegeben.. ohne Kilian hätte ich das alles nicht geschafft.
Im Gegensatz zu solchen schweren Phasen, gab es aber auch wirklich tolle Dinge, die wir erlebt haben. Zum Beispiel Wwoofing in Rankin Springs auf der Schafsfarm, mein Job im Pferderennstall in Melbourne, oder das Schnorcheln am Ningaloo Reef. Das sind wirklich tolle Momente gewesen, in denen ich einfach nur Spaß hatte und glücklich war die Entscheidung nach Australien zu fliegen gemacht zu haben.
Ich denke ich habe einiges gelernt und den vergangenen 7 Monaten, natürlich über Australien, aber besonders auch über das Leben und wie man auf eigenen Beinen steht und für sich selbst sorgt, aber vor allem habe ich mich selbst besser kennen gelernt und weiß nun ein Stück weit besser, was ich will und wo meine Stärken und Schwächen liegen und wie ich damit umgehen kann. Ich kann mich selbst nun auch besser akzeptieren und respektieren.
Das alles sind Dinge, für die es sich gelohnt hat nach Australien zu fliegen. Nebenbei ist es auch ein unheimlich schönes und einzigartiges Land.

Würde ich es weiterempfehlen ein Auslandsjahr zu machen?
Im Grunde definitiv ja! Es lohnt sich wirklich! Natürlich sollte man ein gewisses Maß an Toleranz mitbringen, man wird nicht so komfortabel wohnen wie zu Hause und es wird nicht immer so laufen, wie man es sich vorstellt. Man findet nun mal nicht von heute auf morgen einen Job (auch nicht in einer Woche). Manchmal muss man geduldig sein, manchmal spontan, manchmal muss man sich entscheiden was einem wichtiger ist, ja und oftmals sind die Toiletten und Duschen öffentlich und sind dementsprechend nicht so gemütlich wie zu Hause. Man muss sich arrangieren können mit verschiedenen Situationen und es gibt Tage an denen man einfach keinen Bock mehr hat, an denen man sich zusammenreißen muss und sich zwingen muss weiter zu machen. Aber es gibt's auch Tage an denen man fröhlich ist, sich auf etwas freut, das man unternehmen will, oder an denen man etwas erreicht hat worauf man stolz sein kann. Tage wo man einfach nur überwältigt ist von der schönen Natur Australiens und den traumhaften Stränden. Tage für die es sich wirklich gelohnt hat!
Ich bin froh, dass ich das alles erleben konnte, ich bin aber auch froh jetzt wieder zu Hause zu sein. Es gibt Menschen, die dort hinfliegen und nie mehr weg wollen, die vielleicht auch dann dort bleiben.. das habe ich nie in Erwägung gezogen, für mich war zu Hause immer in Deutschland, bei meiner Familie und meinen Freunden. Ich muss auch gestehen, dass ich nicht so der gemachte Mensch fürs Backpackerleben bin und einige Probleme damit hatte, so oft umzuziehen usw. Ich habe mich nirgendwo wirklich zu Hause gefühlt, auch wenn wir länger an einem Ort waren. Natürlich habe ich auch einige Male dran gezweifelt ob es wirklich das Richtige für mich war. Aber rotz allem war es eine tolle Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte und aus der ich vieles gelernt habe, was mich auch im späteren Leben noch begleiten wird.
Also wer Lust auf ein Abenteuer hat und bereit ist darauf einzugehen, der sollte es auf jeden Fall machen! Gerade wenn man sich noch nicht so sicher ist was man vielleicht später mal machen möchte kann man viel aus so einem Auslandsjahr ziehen. Vielleicht würde ich aber nicht nach Australien gehen, das Land ist unheimlich groß und wir haben uns einige Male verschätzt, wenn es darum ging, bis wann wir wohin kommen wollen. Die großen Strecken kosten dementsprechend auch viel, Australien ist insgesamt ziemlich teuer.. Auch sind in Australien viiiiiele, viele Backpacker, was ich auch nicht so gut finde.. Ich wäre wohl eher nach Neuseeland geflogen, hätte ich das vorher gewusst. Aber das muss jeder selbst wissen.

Montag, 27. Januar 2014

Aquanita Racing und was sonst so geschah..

in Caulfield Racecourse, Caulfield North VIC 3161, Australien

Jap Melbourne gefällt uns ziemlich gut, deswegen waren wir auch so lange da :D
Ist mal wieder höchste Zeit für ein Update hier...W-Lan ist in Australien echt selten und totaler Luxus!
Also...

Nachdem wir von der crazy Farm wieder ins Hostel gezogen sind, habe ich mich weiter mit Jobsuche befasst, während ich nebenbei weiter Spenden gesammelt habe. War jetzt nicht so die Goldgrube.. Kilian hat noch einige Jobs von Lock and Load bekommen und daher nicht so viele Schichten beim Spendensammeln gemacht wie ich. Hätte ich auch nicht, hätte ich einen besseren Job gehabt!:D Das hat sich dann noch bis ein Wochenende vor Weihnachten so hingezogen, bis ich plötzlich Antwort auf eine Bewerbung an einen Rennstall für Pferde bekam! (ja ich hab echt jede Möglichkeit in Erwägung gezogen bei meiner Jobsuche :D) Ging dann alles ganz schnell, Bewerbungsgespräch gehabt und direkt den Montag drauf dort angefangen. Der Rennstall heißt „Aquanita Racing“ und liegt direkt an einer Pferderennbahn in einem Vorort von Melbourne, Caulfield. Der Rennstall ist ziemlich riesig und sogar recht erfolgreich in Australien (einige ihrer Pferde sind mehrere Millionen Dollar wert!), es gibt sogar einen zweiten in Perth mit dem selben Namen. Da mir dort eine Unterkunft zur Verfügung gestellt wurde und Kilian dort auch mitwohnen konnte, sind wir am Sonntag vor Weihnachten auch direkt dort eingezogen. Es war ein normales Wohnhaus, in dem wir zusammen mit einem Jockey, Glen gewohnt haben, der arbeitet natürlich auch bei Aquanita Racing, jedoch nicht für den selben Trainer wie ich. Leider wurden wir von ebendiesem nicht gerade empfangen...obwohl ich mit ihm telefoniert hatte und er eigentlich wusste, wann wir kommen, war er am Ende nicht da. So standen wir etwas blöd im Regen vor unserem neuen zu Hause.. nach stundenlangem klopfen, ums Haus schleichen und tausenden versuchen ihn anzurufen, fand uns die nette Nachbarin, Debby und bot uns an, dass wir unsere Sachen vorerst bei ihr im Haus lassen könnten. Wir wollten nämlich noch in die Stadt und Weihnachtsgeschenke besorgen. Das freundliche Angebot nahmen wir dankend an und hofften, dass Glen aufgetaucht sein würde, bis wir wieder zurück waren. Leider war dem nicht so.. nach einem Telefonat mit meinem neuen Chef stellte sich heraus, dass dieser Glen in der Zwischenzeit endlich erreicht hatte! Da dieser sich aber wohl nicht dazu bequemen wollte uns reinzulassen, konnte mein Chef uns nur erlauben durchs Fenster zu klettern und uns sozusagen selbst reinzulassen. War keine Schwierigkeit für Kilian durchs Badezimmerfenster reinzukommen. In dem Moment habe ich beschlossen, dass ich niemals ein Fenster in diesem Haus offen lassen werde, wenn ich weg gehe! So sind wir also in unser neues zu Hause eingebrochen, ähm ich meine natürlich eingezogen!:D Naja es war nicht das schönste und es war auch nicht das sauberste, aber nachdem wir uns ein wenig eingerichtet hatten und alles einmal durchgeputzt hatten, hab ich dort ganz gerne gewohnt:) Am Montag war dann mein erster Arbeitstag, das hieß um 3 Uhr morgens aufstehen, denn um 4 Uhr beginnt der Arbeitstag bei Aquanita Racing. Um 9 Uhr morgens ist dann erstmal Schluss und Nachmittags musste ich dann nochmal von 14-16 Uhr hin. Am Anfang war es echt hart jeden Morgen so früh aufzustehen, doch so langsam habe ich mich dann dran gewöhnt. Bei der Arbeit die ich gemacht habe, handelt es sich meistens darum Pferde zu Satteln, sie zur Rennbahn zu bringen, oder zum Laufband, mit ihnen schwimmen zu gehen, sie zu waschen und so weiter, dazu muss man sagen, dass die Pferde dort zum Teil nicht gerade leicht zu händeln waren, ist schon ein bisschen mehr Temperament als bei normalen Reitpferden! Natürlich nicht zu vergessen, meine (nicht) Lieblingsaufgabe: Boxen ausmisten:D So ist das, es gibt in jedem Job etwas, was man nicht so mag. Im großen und ganzen war ich aber echt superhappy mit meinem Job, einmal weil ich endlich richtige Arbeit gefunden hatte, zum anderen hat es mir wirklich Spaß gemacht (meistens zumindest) und ich habe wirklich unheimlich viel gelernt! Sogar neue Freundschaften habe ich geschlossen, zum ersten mal auch mit waschechten Australiern und nicht mit deutschen Backpackern in Australien :D Dadurch war das frühe aufstehen auch nurnoch halb so schlimm, als ihr vielleicht jetzt denkt:) Ich habe meine Arbeit dort richtig angefangen zu lieben! <3 Leider ist das ganze schon wieder vorbei.. aber der Reihe nach!

Weihnachten haben wir zusammen mit meinem Cousin und seiner Frau bei ihrer Familie verbracht, gab großes Christmaslunch am 25. - superlecker! Da die Familie ziemlich groß ist, waren so um die 30 Leute da, war ordentlich was los! Völlig anders als zu Hause, aber trotzdem schön:) Jeder bringt was selbstgemachtes zu Essen mit, so entsteht ein großes Buffet, es wird zusammen an einer großen Tafel gegessen und getrunken, viel gute Laune und natürlich wird bei 33 Grad im Pool gebadet. So sieht australisches Weihnachten aus:D

Jaa und dann war auch schon Silvester! Leider hatte ich da nicht das Glück am 01.01.2014 frei zu bekommen, so wie am 25.12. Daher verlief unser Silvester sehr ruhig. Wir sind rüber zu Debby (unserer netten Nachbarin) und haben zusammen gegessen und gequatscht und uns dann im Fernsehen das große Feuerwerk im CBD von Melbourne und Sydney angeschaut. Da ich um 4 Uhr morgens auch schon wieder arbeiten musste, sind wir auch recht früh ins Bett, sodass ich noch 2 Stunden schlafen konnte..na immerhin:D Der Arbeitstag war dann aber auch gar nicht so schlimm wie ich gedacht hatte:) Hier in Victoria wird Silvester eh etwas anders gefeiert als in Deutschland. Es ist verboten selber Feuerwerk zu machen, man kann auch keines im Laden kaufen. Daher gehen die Menschen eher in Clubs feiern und gucken sich das von der Stadt organisierte Feuerwerk an. War trotzdem schon witzig auf dem Weg zur Arbeit noch einige New Year Partys mitzukriegen, wo man selber doch schon wieder wach war.:D In der Nacht habe ich doch auch schon ein bisschen sehr wehmütig nach Deutschland geblickt und mir gewünscht, ich hätte mit euch da zu Hause eine richtige Party steigen lassen!:/ Zum Glück gibt es Silvester jedes Jahr wieder!:):D Und wenn ich eines gelernt habe letztes Jahr, dann dass man viele Dinge selbst in die Hand nehmen muss, wenn man sich etwas wünscht und es erreichen will und oft nur der Anfang das schwierigste ist. Also nehmt euer Glück selbst in die Hand, macht selbst was aus 2014 und wartet nicht darauf, dass es von alleine passiert!:)

Gearbeitet habe ich insgesamt einen Monat bei Aquanita Racing, genauer gesagt bis letzte Woche Dienstag. Am Wochenende vom 10.-12. Januar waren Kilians Eltern dann in Melbourne, welche Urlaub in Australien gemacht haben und uns dann natürlich auch besuchen kamen. Das Wochenende war von viiiiiel Essen gehen und etwas Sightseeing around Melbourne geprägt:D im Großen und Ganzen aber ein sehr schönes Wochenende!:)
In der Woche danach am Donnerstag haben wir uns noch die Australien Open angeschaut, Tennis ist ja eigentlich nicht so mein Ding, war aber doch ganz interessant. Schade nur, dass in der Woche jeden Tag um die 45 Grad waren und daher gerade an dem Tag, als wir dort waren, die Spiele wegen zu großer Hitze eingestellt wurden. Sehr ärgerlich!

Letzte Woche Dienstag, also an meinem letzten Arbeitstag, sind dann auch meine Eltern in Melbourne gelandet, die wir vom Flughafen abgeholt haben. Natürlich gab es ein großes Wiedersehen, auch mit meinem Cousin und seiner Frau. In den folgenden Tagen zeigten wir meinen Eltern dann Melbourne und auch wo wir gewohnt hatten und ich gearbeitet hatte. Letzten Freitag ging es dann zu sechst los nach Walkerville, 200km von Melbourne entfernt an der Küste, zusammen mit meinem Cousin und seiner Frau. Ihre Familie hat dort ein Ferienhaus mit traumhafter Aussicht über das Meer und den Wilsons Promontory Nationalpark. Wir verbrachten ein wunderschönes Wochenende mit viel gutem Essen, Sonne, Strand und Meer (und ziemlichem Sonnenbrand). Es war wirklich unheimlich schön dort!*.* Heute Abend ging es dann zurück nach Melbourne und morgen geht es dann zusammen mit meinen Eltern los auf unsere große Tour! Endlich!! Wie lange haben wir davon geträumt und tausende Pläne geschmiedet und sie wieder verworfen! Vorerst soll es über die Great Ocean Road nach Adelaide gehen und auf weitere Sicht gesehen nach Perth, wann wir dort landen werden und über welche Umwege steht aber noch offen.. genauso wie der Rest unserer Reise durch Australien :D wir werden sehen:) Im Moment ist die Hauptsache, dass wir endlich nach 2 1/2 Monaten Melbourne hier los kommen! Endlich!!

Australian Open

Aquanita Racing

Duke of Marmalade/Not Always


Walkerville <3

Im Wilsons Promontory Nationalpark


Kussi <3

Montag, 16. September 2013

Ein letztes Mal...

in Frankfurt, Deutschland
Ein letztes Mal in meinem geliebten Bett geschlummert..
Ein letztes Mal gemütlich im Nachtzeug gefrühstückt..
Ein letztes Mal ausgiebig zu Hause geduscht..
Ein letztes Mal meine beiden Miezen geknuddelt..
Ein letztes Mal meine beste Freundin gedrückt..
Ein letztes Mal von meinen Eltern in den Arm genommen werden..
Ja so lässt sich mein gestriger Morgen am besten beschreiben. Der Abschied war wirklich schwer..da merkt man erst, wie sehr man seine Eltern liebt, egal wie oft es Streit gibt oder sonstwas.:'(
Die fahrt nach Frankfurt war eine Katastrophe, ständig Stau und Stop'n'Go, meine Erkältung hat mir dann den Rest gegeben. Das kann beim Flug Ja noch heiter werden...Als wir im Hotel ankamen, ging es fast direkt noch Essen in einem deutschen Restaurant, sehr urig und gemütlich. Das Essen war auch sehr gut.:> Eigentlich wollten wir zurück im Hotel noch in den Whirlpool, aber wir waren einfach zu ko und sind direkt schlafen gegangen.
Jaa, jetzt ist es Montagmorgen und ich liege wach im Bett. Gut war die Nacht nicht wirklich, dabei sind die Hotelbetten eigentlich recht gemütlich. Heute Mittag geht der Flug..:o schlafen kann ich schon seit ca einer Stunde nicht mehr...ich hoffe ich bekomme beim Frühstück wenigstens etwas runter..verflixte Aufregung!